Was kostet ein Interior Designer?

Aktualisiert: 3. Nov. 2021


"Einen Innenarchitekten können sich nur reiche Leute leisten."

"Innenarchitekten richten nur luxuriöse Privathäuser ein."

"Für einen Innenarchitekten brauche ich ein ganzes Haus, mit einem Zimmer brauche ich erst gar nicht ankommen."


...mir fallen sicherlich noch mehr Klischees und weitere Denkweisen vieler Leute ein, aber ich belasse es dabei. Ich will heute ein wenig aufklären und die falschen Behauptungen aufräumen.



Umfang des Anliegens


Innenarchitekten richten nicht nur luxuriöse Privathäuser ein. Das ist in einem Innenarchitekturbüro meist der kleinste Teil der die Aufträge ausmacht. Den größeren Teil machen Restaurants, Ärzte, Hotels, Läden, Büros...etc. aus. Natürlich gibt es Innenarchitekten, die sich auf private Wohnhäuser spezialisieren, aber es gibt halt viel mehr als das.


Es gibt Innenarchitekten, die alleine als Freiberufler arbeiten und vor allem auch kleinere Projekte nebenbei ausführen. Es muss nicht immer ein ganzes Restaurant oder Haus sein, es kann auch ein Zimmer sein. Es gibt natürlich Büros oder Innenarchitekten, die sowas nicht anbieten, aber es schadet nie danach zu fragen.



Fachplaner für bestimmte Gebiete


Außerdem gibt es auch Innenarchitekten, die sich auf bestimmte Gebiete spezialisieren - ob Küche, Bad, Ladenbau, Büro Spaces, etc..


Du musst vor allem den richtigen Profi für dein Anliegen finden, um das beste Angebot zu bekommen! Das Knowhow, das Fachgebiet, aber auch die Bürogröße sollte ein Auswahlkriterium sein.



Einzelperson oder Büro?


Ein Innenarchitekturstudent, der sich nebenbei mit seiner Leidenschaft etwas dazuverdienen möchte, kostet sicherlich nicht so viel, wie ein Innenarchitekturbüro mit 30 Mitarbeitern. Suchst du also Jemanden, der dir z.B. bei der Auswahl von Farben helfen soll, so kannst du bei einem kleinen Anliegen einen jungen Interior Designer nach Hilfe fragen. Dieser wird sicherlich nicht so viel kosten, wie ein renommiertes Büro.



Kammerzugehörigkeit oder freier Interior Designer?


Wer sich ein Haus oder heutzutage auch eine Eigentumswohnung leisten kann, der kann sich auch einen Innenarchitekten leisten. Bei einem Hausbau betragen die Kosten eines Architekten im Durchschnitt ca. 12-15% der Gesamtkosten der Baumaßnahme. Die Kosten eines Innenarchitekten liegen meist drunter.


Die Honorare eines Architekten werden bei Kammerzugehörigkeit durch die HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure) geregelt. Gehört ein Innenarchitekt einer Kammer an, so wird der Preis durch die HOAI ermittelt.


Gehört er keiner Kammer an, so kann er als Interior Designer seine Preise komplett frei gestalten. Somit können die Kosten eines Innenarchitekten und eines Interior Designers komplett unterschiedlich hoch oder niedrig ausfallen.



Beratung, Planung oder auch Koordinierung der Gewerke?


Natürlich kann ich dir keine exakte Zahl verraten, denn der Preis hängt immer vom Umfang des Auftrages ab.


Ist man handwerklich begabt und besitzt für die Realisierung eines Projektes bereits Gewerke, aber es fehlt an Ideen, so kann ein Innenarchitekt z.B. nur für die Beratung, den Entwurf und das Erstellen von Zeichnungen beauftragt werden.


Stehen wiederum Ideen und Vorstellungen schon fest, dann hilft er dir dabei Handwerker und Hersteller zu finden und kann diese z.B. auch vor Ort koordinieren.



Unterschiedliche Leistungen = Unterschiedliche Preise.



Pauschal, pro Stunde oder pro Quadratmeter


Ein Interior Designer kann seine Preise frei gestalten. Somit gibt es auf dem Markt Designer, die pro Stunde abrechnen, die pro m² abrechnen oder aber auch pauschale Preise anbieten.


Manchmal findet man feste Angaben auf den Homepages als Richtwert, manchmal aber auch gar keine Info dazu. Warum?


Eine quadratisch praktische Neubauwohnung mit geraden glatten Wänden mit ca. 40m² kann man zum Beispiel nicht mit einer gleichgroßen Altbau-Dachgeschosswohnung mit schiefen und krummen Dachschrägen gleichsetzen.


Die Basis ist entscheidend - die Neubauwohnung mit perfekten Voraussetzungen ist leichter und einfacher zu planen, also ist der Entwurf dieser wahrscheinlich günstiger und das Angebot für die Altbau-Dachgeschosswohnung teurer, weil das Projekt in sich schwieriger ist.


Das Gleiche gilt für Bestandsmöbel: Eine komplett leere Wohnung auszuschmücken und für diese einen kompletten Entwurf zu erstellen ist zum Beispiel deutlich einfacher und somit für den Kunden günstiger, als eine Wohnung mit unterschiedlichen Bestandsmöbeln (die höchstwahrscheinlich auch nicht zusammenpassen) auszufüllen. Denn je mehr Vorgaben und Einschränkungen existieren, desto schwieriger wird es für den Designer und desto höher kann der Preis ausfallen.



Kostenloses Erstgespräch


Was viele nicht wissen, oder wovor sie Angst haben, ist vor allem die Angebotsanfrage...


Eine Anfrage kostet keinen Cent. Die Angebote zu deinem Anliegen werden ganz unverbindlich erstellt und keiner zwingt dich diese zu beauftragen.


Im Regelfall ist sogar das erste Kundengespräch und Kennenlernen komplett kostenfrei!


Worauf wartest du also noch?!


Lass dich nicht von Zahlen und Klischees abschrecken, sondern frag unverbindlich an!


Für jedes Problem gibt es eine Lösung, einen Spezialisten und einen bestimmten Preis, der ganz und gar nicht zu teuer sein muss!



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Ich hoffe, dass dir der Artikel geholfen hat und du nun besser einschätzen kannst wen und wo du für dein persönliches Anliegen anfragen sollst!


Bei weiteren Fragen kannst du gerne die Kommentarfunktion nutzen. Ich versuche dir schnellstmöglich darauf zu antworten!


Natalia